| 53 Kapitel, 304 Seiten, Taschenbuch, broschiert | |
| Verlag | Ullstein Buchverlage GmbH, Berlin 2004 |
| ISBN | 978-3-548-25893-5 |
| Original-Titel | Catch as Cat can |
| Original-Verlag | Bantam Books, New York 2002 |
| Übersetzerin | Margarete Längsfeld |
| gelesen | vom 11.06.2008 bis 14.07.2008 |
| Empfehlung | sehr gut (1+) |
Mysteriöses geht vor in der sonst so idyllischen Kleinstadt Crozet, Virginia. Zunächst werden die Radkappen von Miranda Hogendobbers Ford Falcon gestohlen, dann stirbt bei einem Fest ein junger Mechaniker. Kurz darauf wird der Radkappen-Dieb enttarnt, der nicht aus Crozet stammt und der zudem einen falschen Namen angegeben hat, wie Sheriff Rick Shaw und Deputy Cynthia Cooper herausfinden, als der Dieb erhängt aufgefunden wird. Als eine dritte Leiche zur Entdeckung einer halben Million Dollar führt, suchen alle fieberhaft nach einer Erklärung und vermuten Drogen im Spiel — allen voran wie immer die Hobby-Detektivin Mary Minor „Harry“ Haristeen, ihres Zeichens Posthalterin von Crozet und stolze Besitzerin der ebenso detektivisch tätigen Haustiere Mrs Murphy, Pewter und Tucker. Haben die beiden Diplomaten-Besucher aus Uruguay vielleicht etwas damit zu tun? Harry hofft es nicht, schließlich wird sie von Diego sehr umschwärmt, was ihrem Ex-Mann Fair sehr missfällt, da er selbst noch starke Gefühle für sie empfindet. Am Ende kommt es wie immer zum großen Showdown und Harry und die Polizei können alle Angelegenheiten restlos aufklären.
Rita Mae Brown schreibt wie immer genial und sehr detailliert. Man merkt als Leser sofort ihre Liebe zur Natur, speziell zur Gegend um Crozet, Virginia. So schreibt sie besonders in diesem Roman viel über die Hartriegel-Blüten und den dazu gebräuchlichen Festen und anderen Bräuchen, etwa Waschbärjagd, Hartriegelfest und Abbruchball.
Die Spannung steigt mit jedem Kapitel über scheinbar belanglose Dinge wie ein toter Helmspecht oder die gestohlenen Radkappen. Brown schreibt somit sehr kurzweilig und immer wieder sehr anschaulich. Sie gibt kluge Ratschläge und bedient sich intelligenter Vergleiche. Eigentlich gilt das selbe, was ich bereits für das Buch „Mord auf Rezept“ festgestellt habe (s. Rita Mae Brown, „Mord auf Rezept“).
Die Geschichte ist auch dieses Mal gut übersetzt; außer vielleicht der Buchtitel. Dieser will mir nicht so recht verraten, was er mit dem Inhalt zu tun haben soll.
Insgesamt macht es mir wieder mächtig Spaß, das Neueste aus Crozet und die Erkenntnisse von Mrs Murphy, Pewter, Tucker und ihrem Frauchen und den anderen Menschen zu lesen. Erneut meine absolute Empfehlung! (sth, 14.07.2008)
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