| 16 Kapitel, 254 Seiten, Taschenbuch | ||
| Verlag | Ullstein Buchverlage GmbH, Berlin 2009 | |
| ISBN | 978-3-548-26943-6 | |
| Original-Titel | The Silver Bear | |
| Original-Verlag | Pegasus Books LLC, New York 2008 | |
| Übersetzerin | Marlies Ruß | |
| gelesen | vom 17.05.2011 bis 10.07.2011 | |
| Empfehlung | ausreichend (4+) | |
| Zusammenfassung: | Columbus ist ein Auftragskiller – einer der besten. Doch sein nächster Auftrag verlangt viel von ihm ab: Er soll seinen eigenen Vater, den Kongressabgeordneten Abé Mann, töten. Wurde er mit Absicht ausgewählt? Unwahrscheinlich, schließlich kennt doch niemand seine Herkunft. Er nimmt den Auftrag an, lässt sich Zusatzinformationen beschaffen … und von da an läuft nichts mehr wie geplant. Er wird knallhart mit seiner Vergangenheit konfrontiert und seine Professionalität geht ihm verloren. Er muss herbe Verluste hinnehmen – kann er den Auftrag überhaupt erfolgreich zu Ende führen? |
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| Kritik: | Was sich auf dem Buchrücktext noch so spannend anhört, verliert gleich auf der ersten Seite stark an Charme. Der Anfang ist zu schwerfällig. Derek Haas verliert sich in Gedanken und die kaum vorhanden Action erstirbt – so kommt man nicht gut in den „Thriller“. Den Dialog vom Anfang erzählt Haas regelrecht auseinander, die Erzählung stockt gewissermaßen; der Autor hätte locker auf das komplette erste Kapitel verzichten können! Nach dem nicht gelungenen Anfang fügt sich nahtlos ein mittelmäßiger Mittelteil an: Da die tatsächliche Handlung nicht für einen umfangreichen Roman ausreicht, behilft sich Haas mit Einschüben aus der Vergangenheit, in der viel, allzu viel, aus Columbus’ früherem Leben und seinen Anfängen als Killer erklärt wird. Die Informationen wären nicht alle nötig gewesen. Vor allem fehlt der Erzählfluss. Ständig wird zwischen Vergangenheit und Gegenwart sinnlos hin und her gewechselt. Nichts wird richtig zu Ende erzählt, vielmehr muss sich der Leser die richtige chronologische Reihenfolge der Ereignisse mühsam zusammenpuzzeln. Mit Gliederungen und Datumsangaben über Abschnitten wäre der Roman strukturierter und der Leser wäre manchmal nicht so orientierungslos. Das Ende enttäuscht. Es strotzt vor Ideenlosigkeit und wirkt unglaublich unglaubwürdig. Der gesamte Roman lebt von der Planmäßigkeit und -genauigkeit, die Columbus als Killer so eigen ist, und das Ende ist so durch und durch ungeplant, zufällig, so dahin erzählt. Außerdem ist es zu kurz, zu knapp beschrieben. Die Wendung, die die Handlung nimmt, klingt wie aus einem schlechten Groschenroman, so gestellt. Es schließt sich ein kurzer Epilog an, der uns auch nichts mitteilt. Hatte Haas am Ende selbst keine Lust mehr auf seinen Roman? Die Figuren sind plastisch, lebensnah beschrieben, wenn auch ein bisschen arg schwarz und weiß. Vielschichtigkeit der Persönlichkeit fehlt den Charakteren. Das liegt aber vielleicht am Milieu und Gewerbe des Plots. Der Ich-Erzähler erzählt in der Vergangenheit und im Präsens, je nach Erzählabsicht. Der Präsens hebt die Echtheit der Geschichte und das Gefühl des Lesers, quasi „live“ dabei zu sein, hervor! Allerdings erklärt uns der Ich-Erzähler immer wieder die Gedanken der anderen Figuren, was er ja gar nicht wissen kann. Derek Haas hat also für sich die falsche Erzählperspektive gewählt! Der Spannungsbogen wird leider auch mehr nur so auf dem unteren Level gehalten. Die meisten Fragen, die sich der Leser stellt, werden viel zu schnell beantwortet. Zwar will man schon weiterlesen, weil man wissen will, wie es ausgeht, aber eben auch nur so wie man bei einem seichten Familiendrama erfahren möchte, ob die Hauptfiguren zusammenfinden oder nicht. |
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| Fazit: | Keine absolute Empfehlung, aber für amüsante Lesestunden ist dieser Thriller durchaus geeignet! Auch wenn es an der einen oder anderen Stelle durchaus Verbesserungsbedarf gibt … (sth, 12.07.2011) |
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Dienstag, 12. Juli 2011
Derek Haas, „Killer“
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