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Sonntag, 16. August 2009

Dan Brown, „Sakrileg“

107 Kapitel, 605 Seiten, gebunden
VerlagVerlagsgruppe Lübbe GmbH & Co. KG, Bergisch Gladbach 2004
ISBN3-7857-2152-8
Original-TitelThe Da Vinci Code
Original-VerlagRandom House UK, 1. März 2004
ÜbersetzerPiet van Poll
gelesenvom 06.07.2009 bis 15.08.2009
Empfehlungsehr gut (1+)

Der Museumsdirektor des Louvre, Jacques Saunière, wird ermordet. Vor seinem Tod hat er noch die Gelegenheit, der Polizei sowie seiner Enkelin Sophie Neveu mittels kryptischer Nachrichten und Symbole eine versteckte Botschaft zu übermitteln. Dies ruft auch den berühmten Harvard-Symbologen Robert Langdon auf den Plan, der zufällig in Paris weilt. Während der Chef der Ermittlungen, Bezu Fache, schnell in Langdon seinen Mörder sieht, erkennt dieser zusammen mit der Kryptologin Neveu, dass Saunières letzte Nachricht viel bedeutender und doppeldeutiger ist als zunächst angenommen. Es stellt sich heraus, dass Saunière einer geheimen Bruderschaft, der Prieuré de Sion, angehörte, der nachgesagt wird, dass sie den Heiligen Gral hütet. Saunières Hinweise entpuppen sich als moderne Schnitzeljagd nach dem versteckten Ort des Heiligen Grals. Neveu und Langdon beschließen, dem Louvre zu entfliehen und sich auf die Suche zu machen. Eine abenteuerliche Reise voller Überraschungen und Wendungen beginnt. Hindernisse sind dabei nicht nur die immer wieder kryptischen Botschaften Saunières, sondern auch die ihnen dicht auf den Fersen gefolgte Pariser Polizei und vermeintliche Freunde mit ganz anderen Zielen als gedacht. Nach einer rasanten Fahrt durch Frankreich und England kommt man schließlich dem Ziel näher, bis schließlich das gerechte Ende den Leser überrascht.

Dan Brown hat mit diesem Buch ein wunderschönes Leseerlebnis geschaffen. Die Figuren sind gut gezeichnet, der Plot ist von Anfang bis Ende spannend, die Hintergründe sehr gut recherchiert, die Idee ist einzigartig gut und hervorragend umgesetzt, die vielen kleinen mathematisch-kryptischen Einschübe und Rätsel gefallen mir besonders, weil sie nicht zu viel sind und auch nicht zu sehr in die Tiefe gehen, und durchgehend flüssig geschrieben ist der Roman auch noch. Sehr gut!

Der Aufbau mit den recht kurzen Kapiteln kommt meinem Lesegeschmack und -empfinden sehr entgegen. Auch die Perspektivwechsel von Figuren und Orten erlauben dem Leser einen kleinen Wissensvorsprung, wie nah oder entfernt die verschiedenen Parteien (das Duo Langdon/Neveu, (Pariser) Polizei und die Kirche bzw. Opus Dei sowie weitere Figuren mit starken Einzelinteressen) den jeweils anderen auf den Fersen sind. Sehr spannend, also gut gemacht!

Die Übersetzung ist meines Erachtens auch gut gelungen. Die meisten Fachbegriffe und Rätsel stehen zunächst in Originalsprache da, werden aber in Fußnoten übersetzt und erläutert – super!

In meiner Euphorie weiß ich gar nicht mehr, was ich noch dazu schreiben soll. Ich kann nur sagen, dass ich mich schon auf die nächsten Bücher von Dan Brown freue, und ich finde, dass Romane genau so geschrieben werden sollten, damit mehr Leute Freude am Lesen haben. Das Buch sollte Pflichtlektüre an Schulen werden!

Mein Fazit also: Ich danke Dan Brown für eines der besten Bücher, die ich jemals lesen durfte! (sth, 16.08.2009)