| 40 Kapitel, 288 Seiten, Taschenbuch, broschiert | |
| Verlag | Ullstein Buchverlage GmbH, Berlin 2006 |
| ISBN | 978-3-548-26708-1 |
| Original-Titel | Cat's Eyewitness |
| Original-Verlag | Bantam Books, New York 2005 |
| Übersetzerin | Margarete Längsfeld |
| gelesen | vom 17.02.2009 bis 27.04.2009, mit Unterbrechungen |
| Empfehlung | sehr gut (1+) |
Mary Minot „Harry“ Haristeen hat ihren Job im Postamt gekündigt und braucht Ruhe und Abgeschiedenheit, um nachzudenken. Gemeinsam mit ihrer Freundin Susan und ihren Tieren Mrs Murphy, Pewter und Tucker sucht sie das Kloster auf, um zu meditieren und zu beten.
Als sie vor der Statue der Heiligen Jungfrau Maria stehen, fängt diese plötzlich an, blutige Tränen zu weinen. Die Greyfriar-Mönche deuten das als schlechtes Omen – und nur kurze Zeit später liegt einer von ihnen erfroren vor der Statue.
Ein junger, aufstrebender Reporter namens Nordy Elliot nutzt die Gunst der Stunde, um aus dem Wunder der Tränen reichlich Kapital zu schlagen und weit über die Grenzen von Crozet, Virginia, hinaus bekannt zu werden. Doch das Schicksal meint es nicht gut mit ihm.
Als schließlich der Verdacht aufkeimt, der erfrorene Mönch könnte ermordet worden sein, wird das Grab exhumiert. Alle staunen nicht schlecht, als es leer ist …
Harrys und Susans Sinne sind hellwach. Gemeinsam ermitteln sie und lösen schließlich durch Nachdenken und Kombinationsgabe alle Unklarheiten, wobei sie wie üblich mehr als einmal in Gefahr geraten.
Dieses Buch enthüllt einige persönliche Veränderungen der Hauptcharakter. So hat beispielsweise Harrys Exmann Fair ihr einen erneuten Heiratsantrag gemacht, Susan verdächtigt ihren Mann der Untreue und Harrys Nachbar hat sich verlobt. Was bedeutet das für das Grundstück?
Die Leser erfahren sehr viel über die (Haupt-)Charakter der Serie. Die Spannung des Buchs wird weniger vom Mordfall und den rätselhaften Bluttränen als vielmehr von den persönlichen Entwicklungen gehalten. Man kann nicht anders, als begierig weiterzulesen. Leider wurde ich des Öfteren dabei unterbrochen – sehr ärgerlich.
Rita Mae Brown schreibt wie immer genial und sehr detailliert. Man bemerkt als Leser sofort ihre Liebe zum Detail und zu ihrer Heimat. Sie schreibt wie immer sehr kurzweilig und anschaulich.
Die Übersetzerin hat gute Arbeit geleistet – wenn man mal großzügig vom Buchtitel absieht.
Insgesamt hat es mir wieder mächtig Spaß gemacht, das Neueste aus Crozet und die Erkenntnisse von Mrs Murphy, Pewter, Tucker und ihrem Frauchen und den anderen Einwohnern von Crozet zu lesen. Wie alle Brown-Bücher meine absolute Empfehlung! (sth, 27.04.2009)
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