| 192 Seiten, Taschenbuch |
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| Verlag | btb TB in der Verlagsgruppe Random House GmbH, München 2008 | |
| ISBN | 978-3-442-73673-7 | |
| gelesen | vom 23.12.2011 bis 13.01.2012 | |
| Empfehlung | zufriedenstellend (3-) | |
| Zusammenfassung: | Die Bewohner eines einsam gelegenen Hofes werden erschlagen aufgefunden. Eigenbrödler sollen die Danners gewesen sein, bauernschlau und geizig. Nun wurde die ganze Familie in einer Nacht ausgelöscht, mit der Spitzhacke geradezu niedergemetzelt. Die einzelnen Dorfbewohner berichten, jeder hat eine eigene Version des Geschehens. Nach und nach erfährt der Leser die Hintergründe einer Tragödie, die auf einem wahren Fall beruht. |
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| Kritik: | Das Erstlingswerk von Andrea Maria Schenkel wurde mehrfach ausgezeichnet (u.a. Friedrich-Glauser-Preis). Die Geschichte handelt von den eigenbrödlerischen Danners auf ihrem Einödhof Tannöd. Das Buch erzählt, wie den Dorfbewohnern nach und nach aufgefallen ist, dass irgendwas nicht stimmt, bis sie ihre Leichen finden. Jeder erzählt seine eigene Version. Dieser neuartige Ansatz eines Romans ist bewunderswert, doch gleichzeitig birgt er auch Risiken. Viele Details werden immer wieder wiederholt, weil mehrere Dorfbewohner sie erwähnen. Auch kommt jeder Dorfbewohner jeweils nur einmal zu Wort und da er nicht genau da weitererzählt, wo der Vorerzähler aufgehört hat, ist der Zeitstrahl nicht stringent. Der Leser hüpft also dauernd auf dem Zeitstrahl hin und her. Meist kann man jedoch mühelos folgen, auch wenn ein fließender Erzählfluss etwas ganz anderes ist! Zwischen den Dorfbewohnerschilderungen folgt ein üblicher Erzähltext, der die Handlung vorantreibt, dann wieder kommt eine kurze Episode aus der Sicht des Mörders. Die Schilderungen sind teilweise in leichter bayrischer Mundart. Obwohl von der Buchrückenankündigung her der Mord selbst erst kurz vor Schluss der Erzählung stattfindet und ich eigentlich einen völlig anders aufgebauten Spannungsfaden erwartet habe, wird die Spannung durchgehend gehalten. Handwerklich sehr gut gemacht – für eine Hausfrau ;-) … Am Ende wird, anders als beim zugrundeliegenden Tatsachenbericht, der Mörder enttarnt. Das Ende ist knapp, aber gut ausformuliert. |
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| Fazit: | Ich teile nicht die ganz große Begeisterung, aber dieser spannende Krimi für kurzweilige Stunden ist allemal gelungen! (sth, 13.01.2012) | |
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Freitag, 13. Januar 2012
Andrea Maria Schenkel, „Tannöd“
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