| 63 Kapitel, 432 Seiten, Taschenbuch (broschiert) | |
| Verlag | Droemer/Knaur, Dezember 2006 |
| ISBN | 978-3-426-63447-9 |
| Original-Titel | Creepers |
| Original-Verlag | CDS Books, New York 2005 |
| Übersetzerin | Christine Gaspard |
| gelesen | vom 12.11.2009 bis 16.01.2010 |
| Empfehlung | gut (2+) |
Asbury Park, New Jersey: Fünf Abenteurer, bestehend aus dem Professor Robert Conklin, seinen drei Schützlingen Cora Magill, Rick Magill und Vincent „Vinnie“ Vanelli sowie dem Neuzugang Frank Balenger, infiltrieren das seit Jahren leer stehende Paragon Hotel des exzentrischen Millionärs Morgan Carlisle. Relativ schnell entdecken die Creepers die ersten Geheimnisse: So verließ Carlisle seit der Erbauung des Hotels eben dieses nicht mehr, bis auf die Nacht, in der er sich am Strand erschossen hat. Außerdem schien er eine Vorliebe dafür entwickelt zu haben, seine Gäste durch geheime Gänge zu beobachten. Daraufhin stellt sich heraus, warum der Professor ausgerecht in dieses Gebäude eindringen wollte. Und wenig später erfahren alle mit Schrecken, dass das Hotel bei Weitem nicht so leer steht, wie sie es dachten. Ein Kampf um Leben und Tod beginnt, denn ein aufziehendes Gewitter sorgt zusätzlich dafür, dass das alte Gebäude langsam aber sicher in sich zusammenfällt.
Eine äußerst spannende Geschichte! Einmal angefangen, mag man das Buch eigentlich gar nicht mehr aus der Hand legen. Es ärgert mich kolossal, dass ich beim Lesen dieses ausgezeichneten Thrillers so oft unterbrochen wurde.
David Morrell gilt spätestens seit der Erschaffung seiner Figur des John Rambo als Vater des modernen Actionthrillers. Und dieser Ankündigung, die am Anfang des Buches große Erwartungen erweckt hat, wurde der Autor voll gerecht.
Man muss Morrell zwar zur Last legen, dass er scheinbar keinen großen Wert auf ausgeklügelte Charakterisierungen gelegt hat, da man relativ wenig über die Protagonisten selbst erfährt; jedoch liegt das Hauptaugenmerk sowieso eindeutig auf Handlung und Ort. Und alleine aus der Geschichte heraus erklärt sich die unheimlich gute Spannung dieses exzellenten Thrillers!
Die Geschichte wird zwar nicht als Ich-Erzähler, aber doch eindeutig aus der Sicht des Neuzugangs Frank Balenger erzählt. So erklärt sich auch, wieso ihm als einzigen Protagonisten kaum etwas zustößt, während um ihn herum Schüsse fallen, Feuer lodert und Gebäudeteile herunterstürzen. Schon etwas unglaubwürdig, aber Frank war im Irak-Krieg – also aus Sicht eines US-Amerikaners ein Typ, der immer alles richtig macht. Und so einem passiert dann natürlich auch nichts. Unglaubwürdig, in meinen Augen, aber okay.
Zusammen mit dem etwas holprig übersetzten Anfang (ich wunderte mich über den komischen Satzbau), aber einer dann besseren Übersetzung komme ich insgesamt auf ein absolut zufriedenstellendes Fazit: Ein überaus unterhaltsamer Thriller, der es unbedingt Wert ist, gelesen zu werden! (sth, 17.01.2010)
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