| 23 Kapitel, 343 Seiten, Taschenbuch, broschiert | |
| Verlag | Rowohlt Taschenbuch Verlag, Dezember 2008 |
| ISBN | 978-3-499-24681-4 |
| Original-Titel | Sudden Death Sudoku |
| Original-Verlag | Avalon Publishing, New York 2008 |
| Übersetzerin | Tamara Willmann |
| gelesen | vom 17.08.2009 bis 11.11.2009 |
| Empfehlung | befriedigend (3) |
Kate McDonald lebt noch immer in der Kleinstadt Granville in New Hampshire. Sie leitet das Avondale-Puzzle-Museum und richtet ein Sudoku-Turnier aus. Als dabei schließlich der unbeliebte Teilnehmer Gordon Lott, der unter dem Verdacht der Mogelei stand, ermordet wird, ist die Aufregung groß. Ein Blizzard, der die Teilnehmer vom Rest der Welt abschirmt, kommt Polizeichef Brandon Mitchell zunächst entgegen, hat er doch so alle Verdächtigen beisammen. Doch schließlich ist das Turnier beendet, der Blizzard hat sich verzogen, alle Teilnehmer fahren nach Hause und der Polizeichef steht mit leeren Händen da. Da findet Kate im Heizungskeller eine Leiche in einem Koffer. Wie hängen die beiden Morde zusammen? Wer ist der mysteriöse Mann mit der orangen Mütze? Brandon Mitchell kann nicht verhindern, dass Kate durch ihre Neugier in Gefahr gerät.
Die Fortsetzung von Freydont’s Erst-Rätselroman „Tödliches Sudoku“ liest sich leider nicht so spannend wie das erste Buch. Es ist und bleibt ein Soft-Krimi mit phasenweise langweiligen Passagen, das nur durch einen spannenden Showdown am Ende noch an Sympathiepunkten gewinnt. Die Sudokus spielen wie immer nur eine geringe Rolle, das Sudoku an sich wäre auch durch eine andere Rätselart oder Wettbewerbsart beliebig austauschbar. Mir drängt sich das Gefühl auf, dass die Autorin versucht, den Sudoku-Hype für sich zu nutzen. Leider auf Kosten des Unterhaltungswertes.
Freydont erzählt wieder im Plauderton und anstatt Kapitelüberschriften gibt es wieder 23 Sudokus. Auch ansonsten haben sich die Figuren, die Stadt und die Geschichte generell nicht besonders weiter entwickelt. Und leider gibt es noch immer viel zu wenige Humoreinlagen!
Zu allem Überfluss hat die Autorin auch noch zwei kleine Logikfehler eingebaut. An einer Stelle gerät ihr die Uhrzeit durcheinander: Erst ist es in Kapitel 3 kurz nach sechs Uhr morgen, wenige Zeilen später wieder kurz vor, ohne Rückblende wohlgemerkt! Und etliche Kapitel später stellt die Protagonistin eine Szene gegenüber dem Polizeichef falsch dar, sie benennt nämlich die falsche Person, die den Koffer geöffnet haben soll. Es ist auch nicht erkennbar, dass sie dies mit Absicht tut, um ihn in die Irre zu leiten. Diesen Fehler muss man wohl der Autorin selbst vorhalten! Solche Mankos verzeihe ich eigentlich nicht …
Mein Urteil lautet daher: Bitte den nächsten Sudoku-Krimi besser machen oder die Reihe sterben lassen! (sth, 11.11.2009)
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