| 86 Kapitel, 490 Seiten, Taschenbuch | ||
| Verlag | List Verlag (in der Ullstein Buchverlage GmbH), Berlin 2010 | |
| ISBN | 978-3-471-35034-8 | |
| Original-Titel | The Surrogate | |
| Original-Verlag | Sphere, Little Brown, London 2009 | |
| Übersetzerin | Sybille Uplegger | |
| gelesen | vom 02.05.2011 bis 15.05.2011 | |
| Empfehlung | sehr gut (1-) | |
| Zusammenfassung: | Ein Serienmörder tötet schwangere Frauen und stiehlt die Babys. Colchester lebt in Angst und Schrecken, auch der Polizei, allen voran dem verantwortlichen Detective Inspector Phil Brennan, und der Profilerin Marina Esposito fällt die Arbeit schwer. Schnell ist mit dem Exfreund des letzten Opfers, Ryan Brotherton, ein Verdächtiger gefunden. Doch die Beweiskette ist nicht lückenlos. Als dann noch die Beziehung zwischen Polizist Clayton Thompson und der Sekretärin und aktuellen Freundin Brothertons, Sophie Gale, bekannt wird, nimmt der Fall eine unerwartete Wendung. Die Situation eskaliert. Dass Sophie mehr weiß, als es zunächst den Anschein hat, wird einigen zum Verhängnis. Denn auch Marina Esposito ist schwanger und der Mörder hat es auf sie abgesehen … Erst durch harte Ermittlungsarbeit kommt die ganze Tragödie dahinter zum Vorschein, als es schon fast zu spät ist. |
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| Kritik: | Welch ein fulminantes Debüt! Tania Carver kann zu Recht stolz auf ihr Erstlingswerk sein. Die Autorin hat eine geniale Story mit einer gruseligen Idee meisterhaft verwoben – bis kurz vor Ende ist nicht klar, wer’s war. Mit den Ermittlern hat sie sympathische Protagonisten erschaffen – und auch die Antagonisten sind ihr gelungen, teilweise empfindet man sogar Mitleid mit ihnen. Die Motivationen aller Handlungen sind immer plausibel erklärt. Leider gibt es doch ein paar Anfängerfehler zu bemäkeln. Die Erzählperspektive soll personal sein, allerdings wird teilweise doch wieder aus Sicht einer anderen Person erzählt als der aktuellen Erzählfigur. Beispiel von S. 55: [Marina] fragte sich, wie die anderen Frauen im Kurs sie wohl wahrgenommen hatten. Sie hatte dunkle Haare, dank chemischer Unterstützung ohne eine Spur von Grau. Ihr Gesicht war fein geschnitten und jugendlich für eine Sechsunsdreißigjährige, wenngleich Stress und Kummer durchaus ihre Spuren hinterlassen hatten. Den Knochenbau verdankte sie ihrer italienischen Abstammung, für Stress und Kummer hatte sie selbst gesorgt. […] Der Leser bekommt das Gefühl, dass hier auf Biegen und Brechen Informationen um der Information willen untergebracht worden sind, die an dieser Stelle gar nicht nötig gewesen, geschweige denn von der Erzählfigur so zum Ausdruck gebracht worden wären. Generell macht Carver den Fehler, dem Leser am Anfang zu viele Hintergrundinfos mitgeben zu wollen, die, später untergebracht, den Erzählfluss erheblich weniger gestört hätten. Sie macht zu Beginn zu häufig Gebrauch von Rückblenden und Erklärungen. Dafür hastet sie am Ende ein wenig zu schnell durch die Ereignisse. Hier hätte ich mir eine etwas ausführlichere Darstellung gewünscht. Insgesamt sind alle Informationen, die der Leser zum Begreifen der Zusammenhänge, doch recht gut verteilt und es bleiben durchgängig jeweils genügend Fragen offen, um den Leser ununterbrochen bei der Stange zu halten. |
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| Fazit: | Man kann diesen schaurig-schönen Thriller eigentlich gar nicht aus der Hand legen. Aufgrund der Thematik kann ich dieses Meisterwerk an Spannung außer Schwangeren und frisch gebackenen Eltern nur jedem wärmstens empfehlen! (sth, 17.05.2011) |
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Dienstag, 17. Mai 2011
Tania Carver, „Entrissen“
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